In professionellen Orchestern, Chören und Big Bands spielen und singen Musikerinnen und Musiker aus vielen Nationen. Üblicherweise musizieren sie in Konzertsälen und Opernhäusern, inzwischen aber auch an ungewohnten Orten und in Schulen, Kindergärten oder Altenheimen. Mit künstlerischen Mitteln nehmen sie an der gesellschaftlichen Entwicklung teil und gestalten so die Zukunft unseres Landes mit.

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Ensembles in Deutschland zahlreichen Herausforderungen gestellt. Der Mut zu Neuem und die Freude bei der Suche nach Wegen jenseits der herkömmlichen Pfade machen das Publikum neugierig und schaffen neue Netzwerke in der Gesellschaft. Viele Projekte und Initiativen sind wegweisend und haben Vorbildcharakter.

Um diese Innovationsfreude der Ensembles überregional bekannt zu machen und zu würdigen, lobt die Deutsche Orchester-Stiftung den «Preis Innovation 2020» aus. Er ist mit 15.000 € dotiert und wird jährlich von einer Jury unter Vorsitz des Intendanten der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, vergeben.

Allen professionellen Orchestern, Chören und Big Bands in Deutschland, die mindestens die Größe eines Kammerorchesters (12 Mitglieder), eines Kammerchores (16 Mitglieder) und einer Big Band (16 Mitglieder) haben, über ein professionelles Management verfügen und mindestens 20 Wochen im Jahr aktiv sind, steht eine Bewerbung offen. Die Jury wird eine Shortlist mit ausgewählten Projekten öffentlich vorstellen, aus der später der ­Preisträger ausgewählt wird.

Innovation bedeutet eine strategische Neuausrichtung der Kulturinstitution bzw. des Klangkörpers. Die Neuausrichtung kann die gesamte oder Teile der Kulturinstitution betreffen. Erfolgreiche Innovationen zeichnen sich durch neue Ideen und wegweisende Verfahren aus. Bestenfalls haben sie Vorbildcharakter.

Innovation kann sich beziehen auf:

  • Aktivitäten, Veranstaltungen (z.B. Programme, Formate)
  • Zielgruppen (z.B. Inklusion, Diversität, Teilhabe)
  • Vermittlung (z.B. pädagogische Strategien, Medieneinsatz)
  • Kooperationen (z.B. mit Unternehmen, mit «freier Szene»)
  • Gewinnung zusätzlichen Publikums (z.B. Kommunikationsstrategien, Programmentwicklung)
  • Organisation / Management (z.B. Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie)

Die aufgeführten Teilbereiche können durchaus in Wechsel­wirkung miteinander stehen.

Sponsoren

Wir danken Frau Dr. Susanne Litzel und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) für die Finanzierung des Preisgeldes.

Interview mit Deutschlandfunk Kultur

Der Deutschlandfunk Kultur führte mit uns ein Interview über das Projekt. Hier können Sie einen Ausschnitt hören: