In professionellen Orchestern, Chören und Big Bands spielen und singen Musikerinnen und Musiker aus vielen Nationen. Üblicherweise musizieren sie in Konzertsälen und Opernhäusern, doch ebenso selbstverständlich sind sie in Kitas und Schulen, Alten­heimen oder Clubs präsent. Mit künstlerischen Mitteln nehmen sie an der gesellschaftlichen Entwicklung teil und gestalten so die Zukunft unseres Landes mit.

Der Mut zu Neuem und die Freude bei der Suche nach ungewöhn­lichen Wegen zeichnen viele Ensembles aus. Zahlreiche Initiativen und Projekte lassen neue Netzwerke in der Gesellschaft entstehen, die wegweisend sind und Vorbildcharakter haben. Die Corona-Pandemie hat noch einmal wesentlich dazu beigetragen, neue digitale Formate und Aufführungskonzepte zu entwickeln.

Um innovative Entwicklungen unserer Musiklandschaft überregional bekannt zu machen und zu würdigen, lobt die Deutsche Orchester-Stiftung den «Preis Innovation 2021» aus. Er ist mit 25.000 € dotiert und wird jährlich von einer Jury unter Vorsitz des Intendanten der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, vergeben.

Allen professionellen Orchestern, Chören und Big Bands in Deutschland, die mindestens die Größe eines Kammerorchesters (12 Mitglieder), eines Kammerchores (16 Mitglieder) und einer Big Band (16 Mitglieder) haben und über ein professionelles Management verfügen, steht eine Bewerbung offen. Die Jury wird eine Shortlist mit ausgewählten Projekten öffentlich vorstellen, aus der später der Preisträger ausgewählt wird.

Innovation bedeutet eine strategische Neuausrichtung der Kulturinstitution bzw. des Klangkörpers. Die Neuausrichtung kann die gesamte oder Teile der Kulturinstitution betreffen. Erfolgreiche Innovationen zeichnen sich durch neue Ideen und wegweisende Verfahren aus. Bestenfalls haben sie Vorbildcharakter.

Innovation kann sich beziehen auf:

  • Aktivitäten, Veranstaltungen (z.B. Programme, Formate)
  • Zielgruppen (z.B. Inklusion, Diversität, Teilhabe)
  • Vermittlung (z.B. pädagogische Strategien, Medieneinsatz, Digitalisierung)
  • Kooperationen (z.B. mit Unternehmen, mit «freier Szene»)
  • Gewinnung zusätzlichen Publikums (z.B. Kommunikationsstrategien, Programmentwicklung)
  • Organisation / Management (z.B. Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie)

Die aufgeführten Teilbereiche können durchaus in Wechsel­wirkung miteinander stehen.

Sponsoren

Wir danken Frau Dr. Susanne Litzel, der Meyer-Struckmann-Stiftung und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzechten (GVL) für die Finanzierung des Preisgeldes.

Interview mit Deutschlandfunk Kultur

Der Deutschlandfunk Kultur führte mit uns ein Interview über das Projekt. Hier können Sie einen Ausschnitt hören: